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Beschreibung: Tagesaktuelle Nachrichten und News sowie faszinierende Bilder und Reportagen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Unterhaltung, Gesundheit, Reise, Kultur, Wissenschaft, Technik.
Fri, 04 Apr 2025 01:30:41 GMT
Notfälle: Bombenentschärfung auf Schiff in Koblenz
Nicht zum ersten Mal wurde bei den Bauarbeiten an einer Brücke in Koblenz eine Bombe gefunden. Doch diesmal findet die Entschärfung unter besonderen Umständen statt.
Präzisionsarbeit auf einem Schiff: In Koblenz soll eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe entschärft werden. Die Bombe befinde sich auf einem Baggerschiff, auf dem sie auch heute entschärft werden soll, teilte die Stadt mit.
Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde laut Stadt bei Baggerarbeiten im Rhein gefunden. Dort wird zurzeit an der Pfaffendorfer Brücke gebaut. Die Bombe habe zwei intakte Zünder, hieß es. "Diese wurde auf das mit den Baggerarbeiten tätige Schiff geladen."
Rund 1.000 Menschen von Evakuierung betroffen
Laut Kampfmittelräumdienst dürfe die Bombe nicht umgelagert werden. Heißt: Sie muss auf dem Schiff entschärft werden. Das soll im Gülser Moselbogen geschehen. Hier sind laut Stadt nur rund 1.000 Menschen von der Evakuierung betroffen, an der Pfaffendorfer Brücke wären es 16.000 Menschen gewesen.
Erst im September war bei derselben Baustelle eine 250 Kilogramm schwere Bombe gefunden worden. Die Entschärfung am Ort wurde damals abgebrochen und die Bombe wegtransportiert. Anschließend wurde sie kontrolliert gesprengt.
Fri, 04 Apr 2025 01:30:40 GMT
Fußball-Bundesliga: FC Bayern muss im Titelkampf in Augsburg vorlegen
Der FC Bayern startet in zwei wichtige Fußball-Wochen. Vor dem Duell mit Inter Mailand will Trainer Kompany mit seinem personell geschwächten Team auf Meisterkurs bleiben.
Der FC Bayern muss zum Start in zwei wegweisende Fußball-Wochen im Bundesliga-Titelkampf beim Nachbarn FC Augsburg vorlegen. In dem Topspiel am Freitag (20.30 Uhr) trifft der Tabellenführer auf das drittbeste Team der Rückrunde. Die abwehrstarken Augsburger sind seit elf Punktspielen ungeschlagen.
Mit einem Erfolg zum Auftakt des 28. Spieltags würden die Bayern den Vorsprung auf Verfolger Bayer Leverkusen zunächst auf neun Punkte ausbauen. Trainer Vincent Kompany weiß allerdings um die Schwere der Aufgabe. Er sagte: "Traditionell ist es in Augsburg kein einfaches Spiel für den FC Bayern." Der FCA ist als einziges Bundesliga-Team ohne Niederlage in der Rückrunde. "Wir kommen mit viel Selbstvertrauen", sagte Trainer Jess Thorup.
Erst Augsburg, dann Inter und BVB
Für die von viel Verletzungspech geschwächten Bayern ist die Partie der Auftakt in zwei wichtige Wochen mit dem Champions-League-Viertelfinale gegen Inter Mailand und dem Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Dortmund.
Fri, 04 Apr 2025 01:30:39 GMT
Landtag: Nord Stream-Untersuchungsausschuss vernimmt Ex-Innenminister
Mit Ex-Innenminister Lorenz Caffier und Staatssekretärin Ina-Maria Ulbrich stehen zwei prominente Polit-Persönlichkeiten im Zeugenstand des Untersuchungsausschusses zur Klimastiftung MV.
Der frühere Innenminister Lorenz Caffier (CDU) soll am Freitag (9.00 Uhr) als Zeuge im Untersuchungsausschuss des Landtags zur Stiftung Klima- und Umweltschutz Mecklenburg-Vorpommern vernommen werden. Auch Staatssekretärin Ina-Maria Ulbrich (SPD) ist als Zeugin geladen.
Der Untersuchungsausschuss will herausfinden, wie es Anfang 2021 zur Gründung der Stiftung kam und inwieweit Russland Einfluss ausübte. Die Mitglieder interessieren insbesondere Kontakte des früheren Innen- und Europaministers Caffier mit den Behörden, die am Genehmigungsverfahren von Nord Stream 2 beteiligt waren. Auch wollen die Parlamentarier wissen, was er über die Gründung der Stiftung Klima- und Umweltschutz MV weiß. Sie diente unter anderem der Fertigstellung der Erdgasleitung, die allerdings wegen des Überfalls Russlands auf die Ukraine am 22. Februar 2022 nicht in Betrieb ging.
Ulbrich war dem Ausschuss zufolge von 2016 bis 2021 Staatssekretärin von Energieminister Christian Pegel (SPD). "Sie war in ihren dienstlichen Funktionen immer wieder mit dem Pipeline-Projekt Nord Stream 2 und den Maßnahmen zur Abwehr der US‑amerikanischen Sanktionsdrohungen befasst", hieß es.
Fri, 04 Apr 2025 01:30:39 GMT
Heuschnupfen: Diese Pollen sind gerade in Hessen unterwegs
Die Augen jucken, die Nase läuft: In Hessen macht die Heuschnupfen-Saison vielen Menschen das Leben schwer. Welche Pollen gerade für Allergiker besonders unangenehm sind.
Frühlingshafte Temperaturen bringen in Hessen derzeit die Natur zum Erblühen - und zum Leidwesen von Allergikerinnen und Allergikern auch Pollen in Umlauf. "Während die Blütezeit von Hasel und Erle schon wieder abklingt, nehmen jetzt besonders Eschen- und Birkenpollen zu", sagte die Meteorologin Christina Endler vom Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Aktuell sei die Pflanzenentwicklung im südlichen Teil Hessens schon weiter vorangeschritten als im Norden. "Im Frankfurter Raum gibt es schon eine mäßige bis starke Belastung." Aber auch in Nordhessen beginne die Blüte. In der kommenden Woche erwartet Endler dann hessenweit eine Belastung von Esche und Birke im mittleren bis hohen Bereich. Bei den Hauptallergiearten folgten auf Birke und Esche dann Ende April oder Anfang Mai die Gräser.
Birkenblüte in diesem Jahr etwas schwächer
"Bei der Esche befinden wir uns jetzt schon voll in der Hauptblütezeit, bei der Birke beginnt diese gerade", sagte auch Matthias Werchan von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. Die nächsten trockenen Tage böten gute Bedingungen für den Pollenflug. Im April beginne die pollenintensivste Zeit des Jahres, in der zu Birke und Esche noch weitere Pollen etwa der Hainbuche, der Eiche und der Buche hinzukämen, erläuterte der Landschaftsökologe.
Dementsprechend hat nach Angaben des Hessischen Apothekerverbands auch die Nachfrage nach Heuschnupfenmitteln in den vergangenen Tagen rasant zugenommen. "Cortisonhaltige Nasensprays beispielsweise werden von zahlreichen Apotheken bereits wieder nachbestellt, da die Nachfrage für Anfang April höher ausfällt als in den Vorjahren", sagte Pressesprecher Alexander Schopbach.
Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es für Allergikerinnen und Allergiker: Die Blüte der Birke wird laut Werchan in diesem Jahr wahrscheinlich insgesamt schwächer ausfallen als im vergangenen Jahr, in dem sie sehr stark war. "Trotzdem werden voraussichtlich viele Tage mit hohen Belastungen anstehen." Werchan empfiehlt Allergikerinnen und Allergikern, sich auf der Website des PID über die aktuelle Wochenpollenvorhersage zu informieren. Der Deutsche Wetterdienst bietet eine tägliche Pollenbelastungsvorhersage.
Längerer Saison durch Klimawandel
Galten die Wintermonate früher als Verschnaufpause für Allergiker, beobachten Fachleute mittlerweile, dass sich wegen des Klimawandels beinahe die Zeiten überschneiden, in denen die letzten Pollen der Vorsaison verschwinden und die ersten der neuen Saison auftauchen. So seien die ersten Pollen von Hasel und Purpurerle bereits zum Jahreswechsel unterwegs gewesen, erläuterte Werchan.
"Die Phase, in der keine Pollen in der Luft sind, ist relativ kurz geworden." Sie erstrecke sich inzwischen in der Regel noch von Ende Oktober bis Anfang Dezember.
Die aktuelle Pollensaison sei später als im Vorjahr und zu einem üblichen Zeitpunkt gestartet. Im Jahr 2024, in dem es den mildesten Februar seit Aufzeichnungsbeginn in ganz Deutschland gegeben habe, sei ein deutlicher Pollenflug bereits drei Wochen früher zu beobachten gewesen, sagte der Landschaftsökologe.
Tipps für Heuschnupfengeplagte
Allergikerinnen und Allergikern rät die Meteorologin Endler, draußen Sonnenbrille und Kopfbedeckung zum Schutz von Augen und Haar zu tragen und ihre Umgebung allergenarm zu gestalten. "Um die Pollen nicht in das Wohn- oder Schlafzimmer zu tragen, sollte die Kleidung etwa beim nach Hause kommen im Eingangsbereich gewechselt werden", sagte die Meteorologin.
Sie empfiehlt zudem, Wäsche besser nicht draußen zum Trocknen aufzuhängen. Die Haare sollten vor dem Schlafengehen gewaschen werden. Auch Nasen- und Gesichtsduschen könnten Linderung bringen. Zudem sei es wichtig, ausreichend Wasser zu trinken, um die Nasenschleimhäute zu befeuchten.
Die Symptome von Heuschnupfen unterscheiden sich laut dem Apothekerverband durch juckende Augen und Schleimhäute von denen einer Erkältung. "Es ist wichtig, auch eine solche Allergie zu therapieren, um einen sogenannten Etagenwechsel zu vermeiden, bei dem aus einem Heuschnupfen auch ein Asthma werden kann", betonte Schopbach. Grundsätzlich empfehle es sich, bei schweren Symptomen in jedem Fall zum Arzt zu gehen.
Fri, 04 Apr 2025 01:30:38 GMT
Diskriminierung: Mehr Vorfälle gegen Sinti und Roma
Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Zahl mehr als vervierfacht. Ein Grünen-Politiker nennt mögliche Gründe.
Hetze und Attacken gegen Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz nehmen zu. Bei der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus Rheinland-Pfalz wurden im vergangenen Jahr 52 Vorfälle erfasst, wie Innenminister Michael Ebling (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion mitteilte. Im Jahr zuvor waren noch 27 und im Jahr 2022 elf Fälle registriert worden.
"Der sprunghafte Anstieg antiziganistischer Straftaten bereitet mir Sorge", sagte der Grünen-Innenexperte Carl-Bernhard von Heusinger. Sinti und Roma seien ein integraler Bestandteil der Gesellschaft. Antiziganistische Einstellungen seien in der Gesellschaft jedoch leider nach wie vor weit verbreitet. "Die Zunahme von Beleidigungen und Volksverhetzung spiegelt wider, dass sich die Grenzen des Sagbaren für manche in den letzten Jahren verschoben haben."
Meldestelle wurde 2022 gegründet
Dieser Entwicklung gelte es entschieden entgegenzuwirken: Im Parlament, auf der Straße sowie in den Bildungseinrichtungen, mahnte der Grünen-Politiker. Die Vorkommnisse zeigten auch die Bedeutung, einen Staatsvertrag abzuschließen, um die gleichberechtigte Teilhabe der Sinti und Roma an der Gesellschaft zu stärken.
In Deutschland leben Schätzungen zufolge bis zu 150.000 deutsche Sinti und Roma sowie etwa hunderttausend zugewanderte Roma . Die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus Bund (MIA) wurde 2022 gegründet und unterhält mehrere regionale Meldestellen. Sie ist nach Angaben von Innenminister Ebling keine staatliche oder staatsnahe Einrichtung. Die dort erfassten Zahlen würden keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.
Fri, 04 Apr 2025 01:30:38 GMT
Friedenspreis: Ehrung für Holocaust-Überlebende Margot Friedländer
Experten und Politiker diskutieren in Münster über Friedenspolitik und globale Bedrohungen. Eine besondere Auszeichnung gibt es für die 103-jährige Margot Friedländer.
Die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer wird am Freitag (10.00 Uhr) bei der Westfälischen Friedenskonferenz in Münster geehrt. Sie erhält von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den erstmals vergebenen "Sonderpreis des Internationalen Preises des Westfälischen Friedens", wie die Veranstalter mitteilten.
Die 103-Jährige wurde 1921 in Berlin geboren. Ihr Vater starb 1942 in einem Vernichtungslager, ihre Mutter und ihr Bruder wurden im KZ Auschwitz ermordet. Margot Friedländer selbst wurde 1944 nach Theresienstadt deportiert. Sie überlebte den Holocaust als einzige in ihrer direkten Familie. Nach mehr als 60 Jahren im Exil in New York kehrte sie im Alter von 88 Jahren nach Berlin zurück und nahm wieder die deutsche Staatsbürgerschaft an.
Die Ehrung ist Teil der Westfälischen Friedenskonferenz, zu der 400 Gäste in Münster erwartet werden. Ein wichtiges Thema soll das Auseinanderdriften der USA und Europas sein. Auch die militärischen und wirtschaftlichen Folgen des seit drei Jahren andauernden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sollen diskutiert werden. Allerdings haben prominente Redner wie CDU-Chef Friedrich Merz, SPD-Chef Lars Klingbeil und der geschäftsführende Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt.
Fri, 04 Apr 2025 01:22:28 GMT
Unfälle: Kradfahrer stürzt in Grünstreifen und stirbt
Der Mann ist mit seinem Motorrad von der Straße abgekommen.
Ein Mann ist in Wernigerode im Kreis Harz von seinem Motorrad gestürzt und tödlich verunglückt. Der 52-Jährige sei mit seiner Maschine gegen einen Bordstein gestoßen und in einen Grünstreifen gefallen, teilte die Polizei mit. Die gerufenen Sanitäter konnten an der Unfallstelle nur noch den Tod des Mannes feststellen. Warum der Kradfahrer von der Fahrbahn abkam und gegen den Bordstein stieß, war zunächst unklar.
Fri, 04 Apr 2025 01:17:21 GMT
Unfälle: Beim Ausparken gegen Stromkasten gefahren - tödlich verletzt
Ein 80-Jähriger will mit seinem Auto aus einer Parklücke herausfahren. Dabei prallt unter anderem gegen einen Stromkasten.
Ein 80 Jahre alter Mann ist beim Ausparken mit seinem Auto gegen einen Stromkasten geprallt und hat dabei tödliche Verletzungen erlitten. Der Senior habe aus bislang unklarer Ursache stark beschleunigt, teilte die Polizei mit. Er sei durch mehrere Sträucher und über eine Grünfläche gefahren, bevor er gegen den Stromkasten und eine Streugutbox prallte. Den Angaben zufolge befreiten Ersthelfer den eingeklemmten Mann. Trotz sofortiger Reanimation sei er noch am Unfallort gestorben.
Fri, 04 Apr 2025 01:05:46 GMT
Trump: Verhandlungen über Tiktok-Verkauf an Investoren kurz vor Abschluss - Offen für Zoll-Verhandlungen
Die Verhandlungen über den Verkauf der Tiktok-App in den USA stehen nach Angaben von Präsident Donald Trump kurz vor dem Abschluss. "Wir stehen kurz vor einem Deal mit einer sehr guten Gruppe von Leuten", sagte Trump am Donnerstag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One zu Journalisten. Es seien "mehrere" Investoren involviert, fügte er hinzu, ohne jedoch weitere Einzelheiten zu nennen. Zugleich signalisierte Trump Bereitschaft zu Zoll-Verhandlungen.
Trump deutete an, Tiktok könne Teil eines umfasserenden Abkommens mit China sein, um Zölle gegen Peking zu lockern. Auf die Frage am Donnerstag, ob er bereit sei, mit Ländern über Zölle zu verhandeln, sagte Trump: "Solange sie uns etwas Gutes geben. Zum Beispiel Tiktok." Der US-Präsident fuhr fort: "Wir haben eine Situation mit Tiktok, in der China wahrscheinlich sagen wird: Wir werden einem Deal zustimmen, aber werden Sie etwas bei den Zöllen tun?" Die Zölle würden den USA eine große Verhandlungsmacht geben.
Tiktok gehört zum chinesischen Bytedance-Konzern. Kurz vor Trumps Amtsantritt war in den USA ein Gesetz in Kraft getreten, das dem Unternehmen den Verkauf der Video-Plattform vorschreibt. Hintergrund sind Vorwürfe der US-Behörden, Bytedance missbrauche Tiktok im Dienste Chinas zum Ausspionieren der Nutzer. Die Verbannung der App aus den App-Stores in den USA setzte Trump jedoch gleich nach Amtsantritt am 21. Januar für 75 Tage aus. Die Frist für einen Verkauf von Tiktok in den USA endet an diesem Wochenende.
Als potenzielle Käufer von Tiktok wird eine Initiative namens "The People's Bid for TikTok" gehandelt, die auf den Immobilien- und Sportmagnaten Frank McCourt zurückgeht. Als mögliche Interessenten gelten zudem die Software-Konzerne Microsoft und Oracle sowie eine Gruppe um den Youtuber MrBeast.
Fri, 04 Apr 2025 01:00:36 GMT
Notfälle: Bei Vermisstenfällen soziales Netz für Angehörige wichtig
Im Vermisstenfall Pawlos steht eine neue Lagebewertung der Polizei an. Für die Angehörigen kommt es gerade jetzt auf das soziale Netz an, wissen Notfallhelfer.
Bei der Betreuung von Angehörigen vermisster Kinder wie dem sechsjährigen Pawlos setzen Krisenhelfer stark auf die Aktivierung des sozialen Netzes. Es gehe darum, Menschen aus dem persönlichen Umfeld wie Freunde und Bekannte, vielleicht auch die Schule einzubinden, um Betroffene zu unterstützen, sagte Dirk Hewig, Landesfachbeauftragter Psychosoziale Notfallversorgung im Landesverband Hessen des Deutschen Roten Kreuzes.
Pawlos, der laut Polizei eine "autistische Veranlagung" hat, war am 25. März nach dem gemeinsamen Mittagessen aus seiner Förderschule im mittelhessischen Weilburg weggelaufen und gilt seither als vermisst. Am gleichen Tag begann eine Suche nach dem Jungen, an der sich zeitweise hunderte Einsatzkräfte und Helfer beteiligten, ohne entscheidende Hinweise auf ihn zu finden.
Zuletzt war ein Video aufgetaucht, das Pawlos laut Polizei "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" zeigt. Darauf sei zu sehen, wie das Kind auf einer stark befahrenen Straße stehe. Ein Verkehrsteilnehmer habe ihn daraufhin von der Fahrbahn begleitet, unmittelbar danach den Polizeinotruf gewählt und seine Beobachtungen geschildert, doch sei der Junge davongelaufen.
Wendepunkte und Ungewissheit belastend für Angehörige
Im Tagesverlauf will die Polizei eine neue Lagebewertung vornehmen. Für die betroffenen Angehörigen seien gerade solche Wendepunkte in einem Vermisstenfall erfahrungsgemäß besonders belastend, sagte Hewig. Sie machten ihnen deutlich, dass die Hoffnung auf einen guten Ausgang der Suche schwinde, und viele Betroffene befürchteten in diesen Situationen zusätzlich, dass Unterstützung von Notfallhelfern wegbreche. Diese hätten einen Blick dafür, wann sie ihre Hilfe beenden und in Netzwerke im Umfeld der Betroffenen überleiten können.
Diese litten in der Regel stark darunter, keine Gewissheit zu haben. Wenn gesicherte Fakten vorlägen, könnten sie das Ereignis hingegen begreifen und sich damit auseinandersetzen. Solange Hoffnung bestehe, klammerten sich viele Angehörige an jeden Strohhalm und orientierten sich daran - das könne auch die Arbeit der Polizei in solchen Fällen besonders herausfordernd machen.
"Ins Handeln kommen"
Generell bestehe die Aufgabe der psychosozialen Akuthilfe vor allem darin, Menschen beim "Aushalten" solcher belastenden Situationen zu unterstützen, sagte Hewig. Dabei könne es helfen, "ins Handeln zu kommen" und schrittweise auch in einen strukturierten Alltag zurückzufinden - auch damit sich nicht alles um die Suchsituation und das Warten drehe.
Hewig kennt Fälle, in denen Betroffene sich nicht mehr trauten, das Haus zu verlassen, weil sie wie gebannt auf neue Informationen zu vermissten Angehörigen warteten - dabei wäre vielleicht gerade das für den Stressabbau wichtig. Um ihnen diesen Druck zu nehmen, könne etwa eine ständige Erreichbarkeit im Umfeld organisiert werden.
Fri, 04 Apr 2025 00:59:23 GMT
Kreis Diepholz: Fahrradfahrer von Auto überfahren und tödlich verletzt
Zwei Radfahrer sind auf einem schmalen Weg unterwegs. Als ihnen ein Auto entgegenkommt, kann einer von ihnen nicht mehr rechtzeitig ausweichen.
Ein Radfahrer in Drentwede im Kreis Diepholz ist von einem Auto überfahren und tödlich verletzt worden. Der 46-Jährige war mit seiner Begleiterin auf einem schmalen Weg mit einem E-Bike unterwegs, wie ein Polizeisprecher sagte.
Als den Radfahrern ein Auto entgegenkam, habe die Frau sich noch rechtzeitig in einen Grünstreifen retten können, hieß es. Der Mann, der in der Mitte des schmalen Wegs fuhr, sei frontal von dem ebenfalls in der Mitte fahrenden Auto erfasst worden. Der Wagen des 67-Jährigen habe den Radfahrer überrollt und mehrere Meter mitgeschleift, so der Sprecher.
Der 46-Jährige starb noch an der Unfallstelle an seinen Verletzungen. Die Frau und der Autofahrer erlitten den Angaben zufolge einen Schock.
Fri, 04 Apr 2025 00:36:00 GMT
Nationaler Sicherheitsrat: Rechtsextreme soll Trump Kündigungsliste gegeben haben – und er setzte sie um
Eine der radikalsten Menschen in Donald Trumps Umfeld ist die Aktivistin Laura Loomer. Ihr Einfluss reicht offenbar so weit, dass sie Personalentscheidungen beeinflussen kann.
Zu den schillerndsten Einflüsterern des US-Präsident Donald Trump zählt die rechte Aktivistin Laura Loomer , die sich in der Vergangenheit als "stolze Islamophobin" bezeichnet und Verschwörungstheorien um die Anschläge des 11. September verbreitet hat.
Welchen Einfluss sie auf Trump hat, zeigte sich nun offenbar wieder. Laut mehreren Medien soll der Präsident Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrates gefeuert haben – auf Drängen von Loomer.
Die "Washington Post" etwa spricht von mindestens fünf Angestellten, die entlassen wurden. Loomer hatte Trump bei einem Besuch offenbar eine Liste von Angehörigen der Behörde gegeben, die sie als "illoyal" identifiziert hat. Über dieses Treffen berichtete zuerst die "New York Times" .
Donald Trump feuert Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrates
Laut "Washington Post" wurde ihnen vorgeworfen, vor ihrer aktuellen Tätigkeit für Demokraten gearbeitet zu haben oder "Neocons" zu sein – Neokonservative, die das politische Lager gewechselt haben und laut Loomer nicht komplett hinter Trumps Politik stehen würden.
Einer Gruppe von Journalisten hat Trump an Bord seines Flugzeuges Air Force One bestätigt, dass es die Kündigungen gegeben hat. "Wir werden immer Leute gehen lassen"; erklärte er. Leute, die man nicht möge oder deren Loyalität jemand anderem gelte.
Er leugnete aber, dass ihm Laura Loomer nahegelegt habe, die Menschen zu kündigen. Loomer sei eine "große Patriotin" und manchmal höre er auch auf das, was sie ihm sage. Aber angeblich nicht in diesem Fall.
Die " Washington Post " schreibt, mit zwei Quellen gesprochen zu haben, die mehr über das Treffen zwischen Loomer und Trump wüssten. Demnach sei bei dem Termin auch Trumps Sicherheitsberater Michael Waltz dabei gewesen, der versuchte, seine Mitarbeiter zu verteidigen, als Loomer ihre Liste und die Anschuldigungen präsentierte.
Laura Loomer kritisierte Michael Waltz öffentlich
Waltz und Loomer sind gelinde gesagt nicht die besten Freunde. Als bekannt wurde, wen Waltz in den Sicherheitsrat berufen würde, kritisierte Loomer die Auswahl öffentlich und griff einige der Mitarbeiter direkt an. Einem warf sie vor, in einer frühere Position Trump kritisiert zu haben, ein anderer ist bei ihr in Ungnade gefallen, weil seine Ehefrau unter den Regierungen von Barack Obama und Joe Biden im Justizministerium arbeitete.
Der "Washington Post" sagte Loomer, es freue sie, dass es eine Antwort auf ihren Report gegeben habe und hoffe "das wird Michael Waltz dazu inspirieren, es besser zu machen".
Thu, 03 Apr 2025 23:46:34 GMT
Medien: Trump entlässt Mitglieder des Nationalen Sicherheitsrates nach Treffen mit ultrarechter Aktivistin
Donald Trump hat Medienberichten zufolge mehrere Mitglieder des Nationalen Sicherheitsrates der USA entlassen, nachdem eine ultrarechte Aktivistin deren Loyalität bei einem Treffen mit dem US-Präsidenten in Frage gestellt haben soll. Sechs Menschen seien nach dem Treffen Trumps mit Laura Loomer entlassen worden, berichtete die "New York Times" am Donnerstag.
Loomer habe Trump am Mittwoch ihre Bedenken dargelegt, meldeten die Zeitung und weitere Medien. Die ultrarechte Aktivistin selbst bestätigte das Treffen, erklärte jedoch im Onlinedienst X, keine Einzelheiten preiszugeben. Loomer ist für ihre rassistischen und verschwörungsideologischen Äußerungen bekannt und hatte zu den Anschlägen vom 11. September einst verbreitet, diese seien ein "inside job" gewesen, also von der US-Regierung selbst angezettelt worden.
Angesprochen auf die Berichte sagte Trump später zu Reportern: "Wir werden immer Leute entlassen – Leute, die wir nicht mögen, oder Leute, die uns ausnutzen, oder Leute, die vielleicht jemand anderem gegenüber loyal sind." Loomer bezeichnete er als "große Patriotin". Sie sei jedoch "überhaupt nicht" in die von Medien gemeldeten Entlassungen beim Nationalen Sicherheitsrat involviert gewesen. "Sie gibt Empfehlungen ab (...) und manchmal höre ich auf diese Empfehlungen", sagte Trump.
Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates wollte Personalangelegenheiten gegenüber der Nachrichtenagentur AFP nicht kommentieren.
Thu, 03 Apr 2025 23:45:01 GMT
Kreis Eichsfeld: Tanklastwagen mit Lösemittel in Brand
Die Feuerwehr warnt die Anwohner vor möglicherweise giftigem Rauch.
Ein Tanklastwagen ist in einem Gewerbebetrieb in Niederorschel (Kreis Eichsfeld) in Brand geraten. Nach ersten Erkenntnissen habe der Lastwagen Lösemittel geladen, sagte eine Polizeisprecherin. Die Feuerwehr sei dabei, die Flammen zu löschen.
Eine Gefahr für die Gesundheit durch den aufsteigenden Rauch könne nicht ausgeschlossen werden. Die Anwohner des Ortsteils Deuna wurden dazu aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Thu, 03 Apr 2025 23:36:00 GMT
Tiefste Werte seit Corona: Trump-Zölle stürzen Wall Street in historische Verluste
Die Trump-Zölle sorgen für Panik an den Märkten. Die Wall Street verzeichnet seit der Ankündigung des Präsidenten die größten Verluste seit der Corona-Krise – droht eine Rezession?
Die neuen Zölle von US-Präsident Donald Trump haben an der Wall Street einen massiven Ausverkauf ausgelöst. Die drei wichtigsten Indizes erlitten am Donnerstag ihre größten Tagesverluste seit Beginn der Corona-Pandemie.
Der Dow Jones fiel um vier Prozent auf 40.546 Punkte, während der technologielastige Nasdaq sechs Prozent auf 16.551 Zähler abgab. Der S&P 500 büßte 4,8 Prozent ein und schloss bei knapp 5.397 Punkten. Besonders drastisch war der Einbruch für die Nasdaq, die zuletzt im März 2020 ähnliche Rückgänge verzeichnete, während Dow und S&P zuletzt im Juni desselben Jahres so stark gefallen waren.
Die Anleger befürchten, dass die neuen Zölle einen umfassenden Handelskrieg auslösen könnten, der die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzt. Trump hatte am Mittwoch nach Börsenschluss angekündigt, einen Basiszollsatz von zehn Prozent auf alle Importe sowie höhere Zölle für zahlreiche Länder zu erheben. Besonders betroffen sind die EU mit 20 Prozent und China mit 34 Prozent.
Wegen Trump-Zöllen: Angst vor einem Handelskrieg
Sam Stovall, Chef-Investmentstratege bei CFRA Research, erklärte: „Die Ankündigung war schlimmer als erwartet. Die Aktienkurse fallen aufgrund der erwarteten inflationären Auswirkungen.“ Sollte es keine Verhandlungen geben, drohen Vergeltungszölle, die die Lage weiter verschärfen könnten.
Am Donnerstag trennten sich Investoren quer durch alle Branchen von ihren Aktien. Apple-Aktien verloren 9,2 Prozent, da rund 90 Prozent der Produktion des Unternehmens in China angesiedelt sind – einem der Hauptziele der Zölle . Auch Meta verzeichnete einen Rückgang von knapp neun Prozent.
Wall Street: Technologie- und Finanzsektor unter Druck
Hersteller von PCs und KI-Servern sind ebenfalls stark betroffen. Laut Berechnungen von JP Morgan müssen Hardwarehersteller ihre Preise um durchschnittlich fünf Prozent erhöhen, um Margenverluste auszugleichen. Aktien von Dell und HP stürzten um 19 bzw. 14,7 Prozent ab. Auch große Banken wie JPMorgan (-6,9 Prozent) und Citigroup (-12,1 Prozent) gerieten unter Druck, da sie empfindlich auf wirtschaftliche Risiken reagieren.
Die Angst vor einem globalen Konjunktureinbruch drückte auch auf die Rohstoffmärkte. Die Nordsee-Sorte Brent verbilligte sich um 6,7 Prozent auf 69,92 Dollar pro Fass, während US-Öl um sieben Prozent auf 66,68 Dollar fiel. Experten wie Vivek Dhar von der Commonwealth Bank of Australia sehen die Nachfrage aus asiatischen Schwellenländern besonders gefährdet – diese Länder sind von den Zöllen stark betroffen.
Gold hingegen profitierte als sicherer Hafen: Der Preis für das Edelmetall stieg zeitweise auf ein neues Allzeithoch von 3.167,57 Dollar je Feinunze, fiel aber zum Handelsschluss leicht zurück.
Thu, 03 Apr 2025 23:15:03 GMT
Autobahn-Unfall: Fataler Spurwechsel: Ein Auto auf dem Dach - eines im Graben
Eine Autofahrerin wechselt von der mittleren auf die linke Fahrspur der A8 - und löst damit eine folgenschwere Kettenreaktion aus.
Mit einem Spurwechsel hat eine Autofahrerin auf der A8 gleich mehrere Fahrzeuge in einen Unfall mit vier Verletzten und erheblichem Sachschaden verwickelt. Ein nachfolgender Autofahrer musste wegen ihres Manövers eine Vollbremsung machen, woraufhin ein nachfolgendes Fahrzeug in seinen Wagen krachte und diesen ins Auto der Frau schob, wie die Polizei mitteilte.
Der Wagen der 67-Jährigen stieß gegen die Mittelleitplanke und landete im Graben, das Fahrzeug in der Mitte überschlug sich und landete im Graben. Sowohl die Frau als auch der 36 Jahre alte Fahrer des nachfolgenden Autos wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht - ebenso wie die beiden 24 und 17 Jahre alten Männer im dritten Wagen.
Der Unfall in Fahrtrichtung Karlsruhe ereignete sich am Donnerstagabend bei Leonberg im Kreis Böblingen. Nach Angaben der Polizei entstand ein Schaden von etwa 130.000 Euro. Eine Vollsperrung der A8 blieb den anderen Verkehrsteilnehmern erspart, nur die beiden rechten Fahrspuren waren zeitweise blockiert.
Thu, 03 Apr 2025 22:36:00 GMT
Inside Kaufland: "Möchte meine Hände die ganze Zeit waschen. Muss würgen"
Thu, 03 Apr 2025 22:33:53 GMT
Signal-App: Pentagon-Aufsicht prüft Hegseths Verhalten in Chat-Affäre
Verstieß der US-Verteidigungsminister gegen Geheimhaltungsregeln, als er per Signal Details über eine Militäroperation teilte? Damit beschäftigt sich nun die interne Prüfstelle seines Ministeriums.
Die interne Aufsicht des US-Verteidigungsministeriums untersucht die Veröffentlichung von Inhalten aus einem geheimen Gruppenchat hochrangiger Regierungsmitglieder. Auf Anfrage des Streitkräfteausschusses im Senat wird der Umgang des Verteidigungsministers Pete Hegseth mit der Signal-App geprüft, wie aus einem Schreiben der unabhängigen Kontrollinstanz hervorgeht.
Demnach soll untersucht werden, ob Hegseth unzulässigerweise operative Pläne für einen US- Militäreinsatz gegen die Huthi-Miliz im Jemen über die kommerzielle App teilte – und ob dabei Vorschriften zur Geheimhaltung sowie zur Aufbewahrung von Regierungsunterlagen eingehalten wurden. Auch das Handeln anderer Ministeriumsmitarbeiter steht laut dem Schreiben im Fokus.
Ende März hatte das US-Magazin "The Atlantic" die Inhalte des Chats öffentlich gemacht, nachdem dessen Chefredakteur - vermutlich versehentlich - in die Signal-Gruppe eingeladen worden war. Aus der weitergegebenen Kommunikation geht hervor, dass Hegseth etwa eine halbe Stunde vor Beginn einer Militäroperation den Zeitplan, die Abfolge der Bombardierung und eingesetzte Waffensysteme nannte. Wörtlich heißt es unter anderem: "Zielterrorist befindet sich an seinem bekannten Aufenthaltsort."
In ihrer Anfrage an die Pentagon-Aufsicht hatten der republikanische Senator Roger Wicker und der demokratische Senator Jack Reed erhebliche Bedenken geäußert. Es bestehe der Verdacht einer "Nutzung nicht klassifizierter Netzwerke für die Kommunikation über sensible und als geheim eingestufte Informationen".
Zumindest öffentlich stellte sich US-Präsident Donald Trump zuletzt hinter die Mitglieder der Chatgruppe, der auch sein Sicherheitsberater Mike Waltz angehörte. Dieser hatte den "Atlantic"-Chefredakteur offenbar unbeabsichtigt in die Runde eingeladen. Hinter den Kulissen gibt es laut "New York Times" jedoch durchaus Unmut innerhalb der Regierung.
Angesprochen auf die nun angestoßene Untersuchung reagierte Trump genervt. "Fangen Sie nicht wieder damit an", entgegnete er auf Nachfrage einer Journalistin. "Das ist so eine vergeudete Geschichte."
Thu, 03 Apr 2025 22:25:00 GMT
Koalitionsverhandlungen: Söder und Klingbeil zeigen sich optimistisch – trotz wachsender Kritik
Was die Chefs der Union und SPD – Merz, Söder und Klingbeil – bisher ausgehandelt haben, stößt auf immer größeren Unmut – auch parteiintern. Doch sie halten an ihrem Kurs fest.
Trotz wachsenden Unmuts über die schwarz-roten Koalitionsverhandlungen sehen sich der CSU-Vorsitzende Markus Söder und SPD-Chef Lars Klingbeil auf dem richtigen Weg. Am Ende werde man einen Koalitionsvertrag vorlegen, der "die großen Probleme Deutschlands angeht und löst", versicherte Söder in der ZDF-Talksendung "Maybrit Illner". "Die Glaubwürdigkeit hängt davon ab, ob es uns gelingt, etwas zu verändern."
Klingbeil stehe zur angepeilten Koalition
Zuletzt hatten sich führende Wirtschaftsverbände enttäuscht über die bisherigen Ergebnisse der Koalitionsgespräche gezeigt. Auch an der CDU -Basis wächst die Kritik. Laut Umfragen liegen die Unionsparteien nur noch knapp vor der AfD.
SPD-Chef Klingbeil steht trotzdem zu der angepeilten Koalition mit CDU und CSU , wie er im ZDF versicherte: "Das Beste, was man gegen eine rechtsextreme Partei tun kann, ist eine stabile Regierung in der Mitte des Landes, die die großen Probleme dieser Zeit anfasst."
Thu, 03 Apr 2025 22:02:38 GMT
Handelsstreit: Trump signalisiert Gesprächsbereitschaft bei Zollpaket
Mit seinem drastischen Zollpaket hat Trump der Welt eine Kampfansage gemacht. Können die betroffenen Länder einen Deal aushandeln, um die Zölle zu mindern? Der US-Präsident schließt das nicht aus.
US-Präsident Donald Trump zeigt sich nach der Verkündung seines gewaltigen Zollpakets offen für Verhandlungen. "Es kommt darauf an. Wenn jemand sagt, wir geben euch etwas, das so phänomenal ist. Solange sie uns etwas geben, das gut ist", sagte der Republikaner auf die Frage einer Journalistin, ob er offen für Deals mit den betroffenen Ländern sei. Die Zölle würden den USA die Macht zu Verhandlungen geben.
Als Beispiel nannte Trump die Kurzvideo-App Tiktok. Tiktok hätte nach einem US-Gesetz eigentlich bis zum 19. Januar von dem in China ansässigen Eigentümer Bytedance verkauft werden müssen - oder in den USA vom Netz gehen. Doch Trump räumte eine Gnadenfrist von 75 Tagen ein, die am 5. April abläuft. "Wir haben eine Situation mit Tiktok, in der China wahrscheinlich sagen wird: Wir werden einem Deal zustimmen, aber werden Sie etwas in Bezug auf die Zölle tun?", sagte Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One.
"Wir haben uns selbst auf den Fahrersitz gesetzt", so der Republikaner . Vor den Zöllen hätten die meisten Länder nein gesagt, falls die Amerikaner sie um einen Gefallen gebeten hätten. "Jetzt werden sie alles für uns tun." Ein hochrangiger Regierungsbeamter hatte zuvor deutlich gemacht, dass die neuen weitreichenden Zölle auf Importe aus anderen Ländern nicht verhandelbar seien.
Trump betonte erneut, dass er davon ausgehe, dass viele Unternehmen ihre Produktion in die USA verlagern würden. "Denken Sie daran, dass es keine Zölle gibt, wenn Sie Ihr Werk in den USA bauen", sagte er. Es werde eine "Übergangszeit" geben.