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Beschreibung: Tagesaktuelle Nachrichten und News sowie faszinierende Bilder und Reportagen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Unterhaltung, Gesundheit, Reise, Kultur, Wissenschaft, Technik.

Sat, 13 Aug 2022 03:20:56 GMT

Mittelstand: Bäcker und Brauer ächzen unter steigenden Energiekosten

Energie wird teurer - das macht sich auch in den Betrieben der Bundesrepublik bemerkbar. Und weil die hohen Kosten alle Lebensbereiche betreffen, lassen sie sich nicht einfach an die Kunden weitergeben.

Angesichts explodierender Energiekosten fordern die Bäcker in Deutschland Unterstützung von der Politik. "Das Versprechen der Bundesregierung, niemanden in der Krise alleinzulassen, ist bis jetzt nicht eingehalten worden. Wir fordern, dass die Politik jetzt handelt und unsere systemrelevante Branche unterstützt", sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, Daniel Schneider, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Schätzungen zufolge würden 70 Prozent der Backstuben mit Gas betrieben. Auf alternative Energiequellen umzusteigen ist Schneider zufolge für viele Betriebe kurzfristig keine Option: Zum einen seien Investitionskosten hoch, zum anderen beispielsweise Öltanks schwer zu bekommen. Die Möglichkeiten für Betriebe, die steigenden Kosten an die Kunden weiterzugeben, sieht Schneider als begrenzt.

"In einem wettbewerbsstarken Markt lassen sich Preise nicht einfach erhöhen. Gerade in den aktuellen Zeiten werden schließlich auch Kunden preissensibler. Daher ist es jetzt allerhöchste Zeit für die Politik zu handeln, um unsere Betriebe mit über 240.000 Mitarbeitern zu entlasten", sagte er. Sonst könnte die Kombination der Vielzahl an Krisen und Belastungen für manch einen Betrieb das Aus bedeuten.

Brauer ebenfalls betroffen

Auch die Brauer in der Bundesrepublik stehen wegen der steigenden Kosten laut dem Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bunds, Holger Eichele, "mit dem Rücken zur Wand". Das sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland . Er habe Sorge, "dass angesichts der Kostenentwicklung viele Betriebe in die Knie gehen werden. Wir stehen schließlich erst am Anfang dieser Entwicklung." Die Branche sei in einem "Kosten-Tsunami" gefangen.

Er appellierte daher an die Handelskonzerne, höhere Preise für Bier an die Kunden weiterzugeben. "Die Kostensteigerungen sind so dramatisch, dass sie irgendwann zumindest teilweise auf den Preis umgelegt werden müssen", sagte Eichele. "Jetzt müssen die marktbeherrschenden Handelskonzerne Verantwortung übernehmen." Das wäre ein wichtiges Signal für die Branche, um das Überleben der Brauereien in der Krise zu sichern, so Eichele.

Die eigentlichen Kostensteigerungen kämen erst im Herbst mit der Erhöhung der Gaspreise und im nächsten Jahr, wenn langfristige Lieferverträge auslaufen und neue Preise festgesetzt würden. "Viele Effekte sind also mit einem Zeitzünder versehen - sie machen sich für Lebensmittel-Unternehmen erst 2023 bemerkbar", warnt Eichele .

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Sat, 13 Aug 2022 03:15:58 GMT

Bangen um Autor Salman Rushdie nach Angriff im US-Bundesstaat New York

Bangen um Salman Rushdie: Der seit Jahrzehnten mit dem Tode bedrohte Schriftsteller ist bei einem Angriff während einer Literaturveranstaltung im US-Bundesstaat New York durch Stiche schwer verletzt worden. Ein Angreifer stürzte sich am Freitag auf der Bühne eines Kulturzentrums der Kleinstadt Chautauqua auf den britisch-indischen Autor und stach ihm mehrfach in Hals und Bauch, wie die Polizei mitteilte. Rushdie wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen und notoperiert.

Der Angreifer wurde von Zuschauern überwältigt und von einem anwesenden Polizisten festgenommen. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen 24-Jährigen namens Hadi Matar aus Fairfield im nahe New York gelegenen Bundesstaat New Jersey. Das Motiv des Angreifers war zunächst unklar.

Rushdie , zu dessen Tötung 1989 Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Khomeini wegen angeblicher Beleidigung des Propheten Mohammed aufgerufen hatte, wurde im Krankenhaus an ein Beatmungsgerät angeschlossen und könnte ein Auge verlieren, wie sein Agent erklärte. "Die Nachrichten sind nicht gut", erklärte Andrew Wylie gegenüber der "New York Times". "Salman wird vermutlich ein Auge verlieren; die Nerven seines Arms wurden durchtrennt; und seine Leber wurde durch einen Stich getroffen und beschädigt."

Neben dem 75-jährigen Verfasser der "Satanischen Verse" wurde bei der Attacke auch der 73-jährige Mann verletzt, der den Schriftsteller interviewen sollte. Er erlitt eine Gesichtsverletzung, konnte das Krankenhaus aber wieder verlassen.

Die Attacke trug sich in der Chautauqua Institution zu, die bekannt für literarische Veranstaltungen ist. Der anwesende Politikprofessor Carl LeVan sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Angreifer sei auf die Bühne gerannt und habe offenbar in Tötungsabsicht "wiederholt und brutal" auf Rushdie eingestochen. "Er hat versucht, so oft wie möglich auf ihn einzustechen, bevor er überwältigt wurde." Das Publikum habe mit "Entsetzen und Panik" reagiert.

Auf Videobildern war zu sehen, wie Menschen dem Autor nach dem Angriff zu Hilfe eilten. Ein anwesender Arzt leistete erste Hilfe.

Der britische Premierminister Boris Johnson äußerte sich im Kurzbotschaftendienst Twitter "entsetzt" über den Angriff auf Rushdie. "Wir hoffen alle, dass es ihm gut geht."

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron verurteilte den Angriff. "Der Hass und die Barbarei haben feige zugeschlagen." Rushdie verkörpere seit 33 Jahren die Freiheit und den "Kampf gegen den Obskurantismus", erklärte Macron. "Sein Kampf ist unser Kampf." UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich "entsetzt" über die Attacke und erklärte, Gewalt könne "keine Antwort auf Worte" sein.

Der 1947 im indischen Mumbai geborene Rushdie wird seit Jahrzehnten mit dem Tode bedroht. Ayatollah Khomeini hatte 1989 alle Muslime in einer Fatwa - einer religiösen Anweisung - zur Tötung des Schriftstellers aufgerufen hatte. Grund war die angebliche Beleidigung des Propheten Mohammed in Rushdies im Jahr zuvor erschienenen Roman "Die Satanischen Verse". 

Seitdem lebte Rushdie in ständiger Todesgefahr an wechselnden Orten. Die Lage entspannte sich erst in den späten 1990er Jahren, nachdem die Regierung des Iran 1998 erklärt hatte, seine Ermordung nicht zu unterstützen.

Bis heute ist jedoch ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Auch der Tötungsaufruf gegen Rushdie wurde nie aufgehoben. Mehrere Übersetzer seiner Werke wurden bei Angriffen verletzt oder sogar getötet, wie der 1991 bei einem Messerangriff ermordete Japaner Hitoshi Igarashi. Drohungen und Boykotte gegen literarische Veranstaltungen, an denen Rushdie teilnahm, gab es auch weiter.

Rushdie wurde als Kind nicht praktizierender Muslime in Indien geboren und sieht sich selbst als Atheisten. Er setzt sich seit Jahren nachdrücklich für Meinungsfreiheit ein und lebte zuletzt in New York.

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Sat, 13 Aug 2022 03:09:49 GMT

US-Bundesstaat New York: Autorenikone Rushdie an Beatmungsgerät angeschlossen

Ein 24-Jähriger stürmt die Bühne und sticht den weltberühmten Autoren nieder. Während Salman Rushdie im Krankenhaus mit seinen Verletzungen kämpft, läuft die Suche nach dem Motiv.

Schriftstellerikone Salman Rushdie ist bei einer Lesung im Ort Chautauqua im Westen des Bundesstaates New York angegriffen und schwer verletzt worden. Ein Mann sei in der Veranstaltungshalle "auf die Bühne gerannt" und habe Rushdie und einen Interviewer angegriffen, teilte die New Yorker Polizei mit. Der 75-Jährige sei mindestens einmal in den Hals und den Bauch gestochen worden.

Der Schriftsteller werde in einem örtlichen Krankenhaus weiterhin operiert, hieß es weiter. Er wurde seinem Manager zufolge an ein Beatmungsgerät angeschlossen, könne nicht sprechen und werde wahrscheinlich ein Auge verlieren, schrieb Andrew Wylie nach Angaben der " New York Times". Nervenstränge in seinem Arm seien durchtrennt und seine Leber beschädigt worden. "Die Nachrichten sind nicht gut."

Die New Yorker Gouverneurin Kathy Hochul sagte in der Stadt Buffalo , Rushdie bekomme im Krankenhaus die Hilfe, die er benötige. "Es war ein staatlicher Polizist, der aufstand und sein (Rushdies) Leben rettete, ihn beschützte", sagte sie und dankte dem Helfer. Rushdie war zuvor mit einem Hubschrauber in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht worden.

Täter wurde festgenommen

Die Polizei identifizierte den Angreifer als einen 24-jährigen Amerikaner aus New Jersey. Er handelte ersten Erkenntnissen zufolge wohl ohne Komplizen. "An diesem Punkt gehen wir davon aus, dass er allein war, aber wir versuchen sicherzustellen, dass dies der Fall war", so ein Polizeisprecher. Am Tatort sei ein Rucksack sichergestellt worden. Auch ersuche man eine Reihe von Durchsuchungsbefehlen.

Der Täter war nach dem Angriff am Freitag noch in der Halle festgenommen worden. Die "New York Times" zitierte eine Zeugin: "Es gab nur einen Angreifer. Er war schwarz gekleidet. Er hatte ein loses schwarzes Kleidungsstück an. Er rannte blitzschnell auf ihn zu." Der ebenfalls angegriffene Interviewer hat nach Polizeiangaben eine Kopfverletzung.

Jahrzehntealte Fatwa

Ob der Angriff im Zusammenhang mit der jahrzehntealten Fatwa steht, blieb zunächst offen. Wegen Rushdies Werks "Die satanischen Verse" ("Satanic Verses") aus dem Jahr 1988 hatte der damalige iranische Revolutionsführer Ajatollah Khomeini ein islamisches Rechtsgutachten veröffentlicht, das zur Tötung des Autors aufforderte. Einige Muslime fühlten sich durch das Werk in ihrem religiösen Empfinden verletzt. Khomeini rief damals nicht nur zur Tötung Rushdies auf, sondern auch all derer, die an der Verbreitung des Buches beteiligt waren. Ein japanischer Übersetzer wurde später tatsächlich getötet. Rushdie musste untertauchen, erhielt Polizeischutz.

Nach Angaben seines Verlags aus dem vergangenen Jahr hätte die Fatwa für Rushdie inzwischen aber längst keine Bedeutung mehr. Er sei nicht mehr eingeschränkt in seiner Bewegungsfreiheit und brauche auch keine Bodyguards mehr. Die Jahre des Versteckens gingen jedoch nicht spurlos an ihm vorüber. Er verarbeitete diese Zeit in der nach seinem Aliasnamen benannten Autobiografie "Joseph Anton" aus dem Jahr 2012.

Vor wenigen Tagen noch hatte Rushdie dem Magazin "Stern" gesagt, dass er sich in den  USA sicher fühle. "Das ist lange her", sagte Rushdie im Interview mit Korrespondent Raphael Geiger Ende Juli auf die Frage, ob er noch immer um sein Leben bange. "Für einige Jahre war es ernst", sagte Rushdie weiter. "Aber seit ich in Amerika lebe, hatte ich keine Probleme mehr." Der Autor habe dabei aber auch vor dem politischen Klima und möglicher Gewalt in den USA gewarnt: Das Schlimme sei, "dass Morddrohungen alltäglich geworden sind".

Entsetzen über die Tat

Die Tat löste weltweit Entsetzen aus. Der US-Senator und Mehrheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, schrieb auf Twitter, die Tat sei ein "Angriff auf die Rede- und Gedankenfreiheit. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schrieb, Rushdie sei von "Hass und Barbarei" getroffen worden.

Großbritanniens scheidender Premier Boris Johnson zeigte sich entsetzt darüber, dass Rushdie "bei der Ausübung eines Rechts, das wir immer verteidigen sollten, niedergestochen wurde"."

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) bezeichnete die Attacke als Angriff auf die Freiheit der Literatur und die Freiheit des Denkens. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) zeigte sich erschüttert und wünschte Rushdie gute Besserung. Der Grünen-Co-Vorsitzende Omid Nouripour schrieb von der schlimmsten "Frucht eines Hasses, der seit Jahrzehnten vom iranischen Regime geschürt und finanziert wird." Schriftsteller Günter Wallraff, der Rushdie 1993 in seinem Haus in Köln-Ehrenfeld versteckt hatte, sagte, die Nachricht sei "natürlich ein Schlag für mich" gewesen.

Wahrheit in Gefahr

Geboren wurde Rushie im Jahr der indischen Unabhängigkeit 1947 in der Metropole Mumbai (damals Bombay). Er studierte später Geschichte am King's College in Cambridge. Seinen Durchbruch als Autor hatte er mit dem Buch "Mitternachtskinder" ("Midnight's Children"), das 1981 mit dem renommierten Booker Prize ausgezeichnet wurde. Er erzählt darin die Geschichte von der Loslösung Indiens vom Britischen Empire anhand der Lebensgeschichte von Protagonisten, die genau zur Stunde der Unabhängigkeit geboren werden und mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet sind.

Insgesamt veröffentlichte Rushdie mehr als zwei Dutzend Romane, Sachbücher und andere Schriften. Rushdies Stil wird als Magischer Realismus bezeichnet, in dem sich realistische mit fantastischen Ereignissen verweben. Dennoch sieht er sich unbedingt der Wahrheit verpflichtet.

Diese sieht er zunehmend in Gefahr, was auch im Zentrum seiner jüngsten Veröffentlichung von Essays steht, die in Deutschland unter dem Titel "Sprachen der Wahrheit" herauskamen. Der seit vielen Jahren in New York lebende Schriftsteller stemmt sich darin gegen Trumpisten und Corona-Leugner. "Die Wahrheit ist ein Kampf, das ist keine Frage. Und vielleicht noch nie so sehr wie jetzt", sagte er in einem Interview des US-Senders PBS im vergangenen Jahr.

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Sat, 13 Aug 2022 02:45:55 GMT

Großbrand in kubanischem Treibstofflager gelöscht

Nach tagelangem Kampf gegen die Flammen ist der Großbrand in einem Treibstofflager in Kuba gelöscht. Der Brand sei am Freitag für beendet erklärt worden, erklärte die kubanische Präsidentschaft im Kurzbotschaftendienst Twitter. Rund 60 Forensiker betraten im Anschluss das verwüstete Areal im Westen der Insel, um die sterblichen Überreste von Vermissten zu suchen. Die Bilanz des Unglücks lautet derzeit zwei Tote, 14 Vermisste und 132 Verletzte.

Der wohl größte Brand in der Geschichte Kubas war am Freitag vergangener Woche durch einen Blitzschlag in einen Treibstofftank ausgelöst worden. Bei dem Feuer wurden vier der acht Treibstofftanks in der Anlage im Industriegebiet von Matanzas zerstört. Jeder der Tanks hatte eine Kapazität von 50 Millionen Litern Rohöl.

Am Mittwoch erklärte die Feuerwehr, den Brand unter Kontrolle gebracht zu haben. Unterstützung hatte die kubanische Feuerwehr von Einsatzkräften aus Mexiko und Venezuela erhalten.

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Sat, 13 Aug 2022 02:42:20 GMT

Umwelt: Fischsterben in der Oder: Untersuchungen dauern an

Noch ist es ein Rätsel, warum so viele Fische in der Oder sterben mussten. Das in Deutschland zuständige Labor bemüht sich um schnelle Aufklärung - in Polen gibt es schon personelle Konsequenzen.

Die Untersuchungen zur Aufklärung des massenhaften Fischsterbens in der Oder dauern an. Bisherige Labor-Analysen brachten noch keinen genauen Aufschluss über die Belastung des Wassers und die Ursachen. Umweltpolitiker und Naturschützer bewerteten das Fischsterben als Umweltkatastrophe.

Nach Angaben von Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel weist die Oder "sehr stark erhöhte Salzfrachten" auf. Das sei "absolut atypisch", sagte der Grünen-Politiker im RBB-Fernsehen. Vogels Ministerium erklärte, die gemessenen Salzfrachten könnten im Zusammenhang mit dem Fischsterben stehen. "Nach jetzigen Erkenntnissen wird es jedoch nicht ein einziger Faktor sein, der das Fischsterben in der Oder verursacht hat", hieß es in einer Mitteilung. Der Begriff Salzfrachten bezeichnet im Wasser gelöste Salze. Es handele sich um erste weitere Ergebnisse des Landeslabors Berlin-Brandenburg zu den Tagesproben, die bis zum Freitag an der automatischen Messstation in Frankfurt (Oder) entnommen wurden, erläuterte das Ministerium am Abend.

Multikausale Zusammenhänge

Die Ergebnisse seien "noch nicht voll aussagefähig und nicht abschließend". Weitere Untersuchungsdaten "insbesondere zu Schwermetallen, Quecksilber (in weiteren Proben) und anderen Elementen" befänden sich noch in dem Labor in Abklärung und sollen in der kommenden Woche verfügbar sein. "Die heutigen Daten weisen auf multikausale Zusammenhänge hin, zu denen auch die derzeit sehr niedrigen Abflussmengen und hohen Wassertemperaturen gehören."

Mit Blick auf möglicherweise erhöhte Quecksilberwerte sagte Vogel , das werde weiter überprüft. Es könne sich um eine lokale Erscheinung handeln. Auf die Frage, ob Grundwasser oder Trinkwasser kontaminiert sein könnten, antwortete der Minister: "Das wollen wir nicht hoffen." Es sei auf jeden Fall "eine tödliche Fracht", die in dem Fluss mittransportiert worden sei. Er würde aber nicht so weit gehen, die Grundwasservorkommen in Gefahr zu sehen.

Unterdessen tauschte sich Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) in einer Schalte mit ihrer polnischen Amtskollegin aus. Bei Twitter schrieb Lemke: "Prioritär sind jetzt Schadensbegrenzung, der Schutz der Bevölkerung und das Identifizieren der Ursache und des/der potentiellen Täter/s." In Brandenburg sollten am Wochenende die Ufer gesäubert und Kadaver eingesammelt werden.

Polnische Spitzenbeamte entlassen

Der Umgang mit dem Fischsterben löste in Polen personelle Konsequenzen aus. Regierungschef Mateusz Morawiecki entließ zwei Spitzenbeamte, weil sie zu langsam auf das Fischsterben in der Oder reagiert haben sollen. Der Chef der Wasserbehörde und der Leiter der Umweltbehörde müssten ihre Ämter mit sofortiger Wirkung räumen, schrieb Morawiecki am Freitag per Kurznachrichtendienst Twitter. "Ich teile die Ängste und die Empörung über die Vergiftung der Oder. Diese Situation konnte man auf keine Weise vorhersehen, aber die Reaktion der zuständigen Behörden hätte schneller kommen müssen."

In Deutschland kritisierten Bund und Land offen, Polen habe nicht rechtzeitig informiert und die übliche Meldekette bei solchen Ereignissen nicht eingehalten.

Das Fischsterben ist nach Aussage von Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki offenbar durch die Einleitung von Chemie-Abfällen ausgelöst worden. "Es ist wahrscheinlich, dass eine riesige Menge an chemischen Abfällen in den Fluss gekippt wurde, und das in voller Kenntnis der Risiken und Folgen", sagte Morawiecki in einer am Freitag auf Facebook veröffentlichten Videobotschaft.

Kontakt zum Wasser meiden

In betroffenen Gebieten an der Oder in Brandenburg sollen Feuerwehr und andere Kräfte die Kadaver einsammeln. Am Freitag waren unter anderem im Nationalpark Unteres Odertal im Nordosten Brandenburgs noch viele tote Tiere am Ufer zu sehen, andere trieben mitten auf dem Fluss. Naturschützer befürchten weitreichende Folgen für den Lebensraum vieler Arten.

Die Bevölkerung ist weiter aufgerufen, jeden Kontakt zum Wasser zu meiden. Diese hatten bisher eher den Charakter von Empfehlungen. Die Stadt Frankfurt an der Oder teilte am Freitagabend aber mit, sie habe nun Verbote erlassen etwa fürs Baden und Angeln. Es sei davon auszugehen, dass der Kontakt mit Wasser aus der Oder für Mensch und Tier gefährlich sei, hieß es.

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Sat, 13 Aug 2022 02:35:46 GMT

USA: US-Kongress beschließt Milliarden für Klima und Soziales

Die Pläne von US-Präsident Biden schienen schon gescheitert. Nun hat er doch noch ein Gesetzespaket durch den Kongress gebracht. Es ist ein Sieg - aber längst nicht mehr so ambitioniert wie zu Beginn.

Erfolg für US-Präsident Joe Biden : Der Kongress in Washington hat nach langem Streit ein Gesetzespaket über Milliardeninvestitionen in den Klimaschutz und den Sozialbereich verabschiedet. Nach dem Senat stimmte am Freitag auch das Repräsentantenhaus dem sogenannten Inflationsbekämpfungsgesetz zu. In beiden Parlamentskammern kamen alle Stimmen für das Gesetz von den Demokraten von US-Präsident Joe Biden, alle Stimmen dagegen stammten aus den Reihen der Republikaner.

Biden kündigte nach der Abstimmung an, das Gesetz in der kommenden Woche zu unterzeichnen. Am 6. September werde er im Weißen Haus zudem eine "eine Feier zu Ehren dieser historischen Gesetzgebung" abhalten. Biden hatte zuvor von den bisher umfassendsten Investitionen der USA zur Bekämpfung des Klimawandels gesprochen.

Bidens ursprüngliche Pläne für Klimaschutz und Sozialreformen gehörten zu den Kernvorhaben seiner Amtszeit. Das jetzige Paket ist wegen Streitigkeiten innerhalb seiner Partei ein Kompromiss. Es enthält nur noch einen Bruchteil dessen, was der Präsident einst durchsetzen wollte. Biden schrieb am Freitagabend auf Twitter, das Gesetz "erforderte viele Kompromisse. Das ist bei wichtigen Dingen fast immer der Fall."

Dass das Gesetz überhaupt verabschiedet wurde, ist für den Präsidenten ein beachtlicher Sieg - bis vor kurzem wurde damit kaum noch gerechnet. Biden kämpft seit langem mit schlechten Zustimmungswerten. Nach einer Statistik der Webseite Fivethirtyeight, die verschiedene Umfragen zusammenführt, sind nur gut 40 Prozent mit seiner Arbeit zufrieden, mehr als 55 Prozent sind es nicht. Zuletzt haben sich seine Werte etwas verbessert.

Bidens Demokraten droht im November dennoch eine schwere Niederlage: Bei den Kongresswahlen werden den Republikanern gute Chancen ausgerechnet, die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu erobern. Dann wird es Biden, dem Abweichler in seiner eigenen Partei schon jetzt Probleme bescheren, mit Gesetzesvorhaben noch schwerer haben.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock würdigte nach der Verabschiedung des Gesetzes besonders dessen Klimaaspekt. "Unsere Chance, überhaupt noch unter den Zwei-Grad-Pfad zu kommen, ist heute ein Stückchen größer geworden", sagte die Grünen-Politikerin am frühen Samstagmorgen in Berlin. "Das größte Klimainvestitionsprogramm in der US-Geschichte wird einen spürbaren Beitrag zur Senkung der globalen Treibhausgasemissionen und zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens leisten."

Das sogenannte Inflationsbekämpfungsgesetz, das der Kongress nun verabschiedet hat, ist viel breiter gefasst, als der Name suggeriert. Es enthält unter anderem folgende Aspekte:

Klimaschutz

In diesen Bereich sollen in den kommenden zehn Jahren rund 370 Milliarden Dollar (etwa 359 Milliarden Euro) investiert werden. So soll die Herstellung von Solarzellen und Windturbinen gefördert werden. Finanzielle Anreize sind auch für den Bau von Werken für Elektroautos vorgesehen. Die Energieforschung soll vorangetrieben werden. Die Maßnahmen sollen zu einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes der USA von rund 40 Prozent bis 2030 führen.

Günstigere Medikamente

Der staatlichen Krankenversicherung für ältere oder behinderte Menschen (Medicare) soll erstmals erlaubt werden, die Preise für bestimmte teure Medikamente mit den Pharmafirmen direkt zu verhandeln.

Die Demokraten rechnen mit Einsparungen von knapp 290 Milliarden Dollar über zehn Jahre. 2025 soll die Zuzahlung von Patienten für Medikamente auf 2000 Dollar pro Jahr begrenzt werden. Zusätzlich sollen für Millionen Amerikaner die Beiträge für die Krankenversicherung sinken.

Steuern

Das Gesetzespaket soll Steuerschlupflöcher schließen. Firmen mit Gewinnen von mehr als einer Milliarde Dollar im Jahr sollen künftig mindestens 15 Prozent Steuern zahlen. Diese Mindeststeuer soll in den kommenden zehn Jahren rund 313 Milliarden Dollar in die Haushaltskasse spülen.

Die Steuerbehörde IRS soll im selben Zeitraum zusätzliche 80 Milliarden Dollar erhalten. Die IRS soll dadurch in die Lage versetzt werden, 124 Milliarden Dollar zusätzliche Steuern von Reichen und hochprofitablen Firmen einzutreiben. Familien mit einem Haushaltseinkommen von weniger als 400.000 Dollar pro Jahr sollen davon nach Angaben der US-Regierung nicht betroffen sein.

Defizitabbau

Die US-Regierung geht davon aus, dass durch das Gesetzespaket das staatliche Defizit um mehr als 300 Milliarden Dollar verringert werden kann. Das soll auch die Inflation bremsen, die im Juli bei 8,5 Prozent lag.

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Sat, 13 Aug 2022 02:33:04 GMT

USA: "Top Secret": FBI findet bei Trump streng geheime Dokumente

In Mar-a-Lago beschlagnahmt das FBI mehrere Dokumente der höchsten Geheimhaltungsstufe - laut US-Medien geht es darin möglicherweise um Atomwaffen. Trump kritisiert die Razzia als politisch motiviert.

Bei der Durchsuchung des Anwesens des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in Florida hat die Bundespolizei FBI mehrere streng geheime Dokumente beschlagnahmt. Das geht aus der Quittung der beschlagnahmten Gegenstände hervor, die ein Gericht im US-Bundesstaat Florida gemeinsam mit dem Durchsuchungsbefehl auf Antrag von US-Justizminister Merrick Garland veröffentlichte.

Trump hatte zuvor auf dem von ihm mitbegründeten sozialen Netzwerk Truth Social geschrieben, alle Dokumente seien freigegeben worden, die Geheimhaltung sei also aufgehoben worden.

Der FBI-Liste zufolge fanden die Agenten in Trumps Anwesen Mar-a-Lago einen Satz Dokumente der Geheimhaltungsstufe "Top Secret/SCI", die streng geheim sind und nur in besonderen Regierungseinrichtungen eingesehen werden dürfen. Vier Sätze waren als "Top Secret" ("streng geheim") eingestuft, drei weitere als "geheim", die verbliebenen drei als "vertraulich". Die " Washington Post " berichtete, das FBI habe auch Geheimdokumente über Atomwaffen gesucht.

Außerdem beschlagnahmten die Agenten der Liste zufolge unter anderem zahlreiche Kisten, einen Gnadenerlass für den Trump-Vertrauten Roger Stone , nicht näher bezeichnete Informationen zum "Präsidenten Frankreichs" und zwei Fotoalben. Zu den Inhalten der Dokumente geht aus den nun veröffentlichten Papieren nichts hervor.

Im Durchsuchungsbefehl sind als mögliche Grundlage für etwaige Beschlagnahmungen drei Straftatbestände aufgeführt: Das Sammeln, Übermitteln oder Verlieren von Verteidigungsinformationen, das Entfernen oder Zerstören offizieller Dokumente sowie das Zerstören oder Verändern von Dokumenten, um Ermittlungen zu behindern. Der erste Punkt kann mit bis zu zehn Jahren, der zweite mit bis zu drei Jahren und der dritte mit bis zu 20 Jahren Haft bestraft werden.

Justizminister Garland hatte am Donnerstag betont, es gelte die Unschuldsvermutung. Er hatte zugleich unterstrichen, dass ein Bundesgericht die Durchsuchung "nach der erforderlichen Feststellung eines hinreichenden Verdachts" genehmigt habe. Trump hatte den Einsatz scharf kritisiert und die Regierung seines Nachfolgers Joe Biden beschuldigt, das FBI für politische Zwecke zu missbrauchen.

Trumps Umgang mit Dokumenten Grund für Durchsuchung

Der Vorgang gilt als beispiellos in der US-Geschichte. Trump war während der Durchsuchung nicht in seinem Anwesen. Er und andere Republikaner haben die Durchsuchung heftig kritisiert und dem demokratischen US-Präsidenten Joe Biden vorgeworfen, das FBI zu politisieren. Biden wusste nach Angaben des Weißen Hauses nicht vorab über die Durchsuchung des Trump-Anwesens Bescheid.

Hintergrund der Durchsuchung war offenbar Trumps Umgang mit Dokumenten aus seiner Amtszeit. Anfang des Jahres wurde bekannt, dass das für die Aufbewahrung präsidialer Korrespondenz zuständige Nationalarchiv mehrere Kisten mit vertraulichem Material in Mar-a-Lago vermutete. Trump übergab der Behörde im Januar schließlich mehrere Dokumente.

Danach soll es nach übereinstimmenden US-Medienberichten zu einem weiteren Austausch zwischen Ermittlern und Trumps Anwälten gekommen sein. Die Beamten hätten den Verdacht gehabt, dass Trump oder sein Team weiter wichtige Unterlagen zurückhielten, schrieb die "Washington Post" unter Berufung auf anonyme Quellen. Das FBI soll demnach nun zwölf Kisten mitgenommen haben.

Garland warnte bei seinem Auftritt am Donnerstag davor, die Professionalität seiner Mitarbeiter infrage zu stellen. "Ich möchte mich zu den jüngsten unbegründeten Angriffen auf die Professionalität der Agenten und Staatsanwälte des FBI und des Justizministeriums äußern: Ich werde nicht tatenlos zusehen, wenn ihre Integrität zu Unrecht angegriffen wird", sagte er.

Sorge vor Gewalt

Nach der Trump-Razzia waren Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden teils heftig kritisiert worden. Es wuchs auch die Sorge vor gewaltsamen Übergriffen. "Gewalt gegen Strafverfolgungsbehörden ist keine Lösung - egal, worüber oder auf wen jemand wütend ist", hatte FBI-Direktor Christopher Wray zuvor in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska gesagt.

Ein bewaffneter Mann versuchte unterdessen am Donnerstag, in eine Außenstelle des FBI in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio einzudringen. Als die Polizei ihn zur Rede stellte, sei er geflohen, teilte das FBI mit. Zu den Motiven des Mannes war zunächst aber nichts bekannt. Der Sender CNN berichtete, der Angreifer sei nach einer Verfolgungsjagd von der Polizei erschossen worden.

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Sat, 13 Aug 2022 02:30:36 GMT

Energie: Spahn regt AKW-Weiterbetrieb bis Ende des Gasmangels an

Sollen die verbliebenen drei Kernkraftwerke angesichts drohender Energieknappheit 2023 weiterlaufen oder nicht? Unionsfraktionsvize Jens Spahn plädiert für eine Übergangslösung.

Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn , hat sich dafür ausgesprochen, Kernkraftwerke bis zum Ende der Gasknappheit weiter laufen zu lassen. "Wir haben eine Krise. Wir brauchen im Winter Energie, und zwar jede Energie", sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Es sei fatal für Deutschland und Europa, mitten in dieser Energiekrise sechs Prozent der deutschen Stromproduktion vom Netz zu nehmen. "Ich würde die Kernkraftwerke so lange länger laufen lassen, so lange die Gasmangellage dauert." Wie lange das dauere, müsse man sehen. "Was in drei oder fünf Jahren ist, darüber können wir dann noch streiten."

Angesichts steigender Preise und drohender Energieknappheit ist eine Debatte um die weitere Nutzung der drei verbleibenden deutschen AKW entbrannt, angestoßen unter anderem von CDU und FDP. Das ist auch deshalb umstritten, weil Atomkraft vor allem zur Stromerzeugung genutzt wird, fehlendes russisches Gas hingegen zur Wärmeproduktion. Befürworter argumentieren auch mit möglichen Stromengpässen. Eigentlich ist vorgesehen, dass die verbliebenen Meiler Isar 2 in Niederbayern, Emsland in Niedersachsen und Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg zum Jahresende außer Betrieb gehen. Wegen dieses Termins war im Jahr 2019 auf die eigentlich alle zehn Jahre vorgeschriebene Sicherheitsprüfung verzichtet worden.

Sicherheitsbedenken von Atomkraftgegnern tat Spahn ab. Die Kernkraftwerke würden jeden Tag überwacht, sagte er dem RND. "Es glaubt doch wohl niemand, dass man in Deutschland Kernkraftwerke betreiben kann, ohne dass da wirklich alles gecheckt wird. Was am 31.12. sicher ist, ist auch noch am 1.1. sicher." Auf die Frage, ob das auch ohne Sicherheitsprüfung gelte, sagte Spahn: "Der Check, der seit 2012 hätte gemacht werden müssen, ist ein Papiercheck." Die Grünen sollten die gleiche Regelung treffen wie bei der Laufzeitverlängerung für den "Klimakiller Kohle". Bei Kohlekraftwerken seien die Grünen aber pragmatischer als bei der Atomenergie, weil sie sich hier in ihrem "Gründungsmythos verheddern".

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Sat, 13 Aug 2022 02:20:31 GMT

Justiz: Giftanschlag an Darmstädter Uni: Ermittlungen abgeschlossen

Sieben Menschen leiden plötzlich unter Vergiftungserscheinungen, einer schwebt zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Die Ermittler finden auf dem Campus eine toxische Substanz - und dann eine Verdächtige.

Knapp ein Jahr nach dem Giftanschlag an der Technischen Universität in Darmstadt ist das Ermittlungsverfahren gegen eine 32-Jährige aus Mainz abgeschlossen. "Die Mordkommission hat ihre Arbeit beendet", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt, Robert Hartmann, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Das Verbrechen am 23. August vergangenen Jahres in einem Gebäude der Hochschule hatte für Entsetzen gesorgt: Sieben Menschen wurden dabei verletzt, einer von ihnen schwebte zwischenzeitlich in Lebensgefahr.

Die Mordkommission mit bis zu 50 Beamten befragte Hartmann zufolge Zeugen im dreistelligen Bereich. Im März gelang den Fahndern der Durchbruch. Die 32-jährige Studentin wurde unter dem Verdacht des versuchten Mordes im Zustand der Schuldunfähigkeit festgenommen und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Als am 23. August 2021 die ersten Menschen Vergiftungserscheinungen zeigten, war ein Großaufgebot von Einsatzkräften auf dem Campus Lichtwiese im Einsatz. Spezialisten entdeckten in Milchtüten und Wasserbehältern eine toxische Substanz.

Den Ermittlern war die Frau schon früh verdächtig erschienen. Durch Zeugenaussagen soll sich dieser Verdacht erhärtet haben. Die Mordkommission stellte schließlich Spuren sicher, die belegen sollen, dass sich die Frau in der Nacht vor der Tat in dem Gebäude L2/01 aufhielt. Auch in Notizen von ihr sollen Mitarbeiter der Universität erwähnt sein. Als Motiv wurde bei der Festnahme vermutet, dass sie sich von Hochschulmitarbeitern verfolgt fühlte.

"Da die Beschuldigte keine Angaben macht, musste der Tathergang von uns rekonstruiert werden", sagte Hartmann. Die Ermittler gehen davon aus, dass die vermutlich verwendeten Chemikalien vom Tatort im weitesten Sinne stammen und die Lebensmittel dort damit kontaminiert wurden. Hinweis auf mögliche Mittäter gebe es nicht.

Wie es nun weitergeht, wollte die Staatsanwaltschaft noch nicht sagen. "Wir haben eine abschließende Entscheidung getroffen", sagte Hartmann. Deren Inhalt wolle man aktuell aber noch nicht mitteilen, da vor einer Veröffentlichung zunächst die Beschuldigte davon Kenntnis bekommen müsse.

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Sat, 13 Aug 2022 01:32:48 GMT

US-Schauspielerin: Trauer um Anne Heche: Schauspielerin nach Unfall gestorben

Vor einer Woche verursachte Anne Heche in Kalifornien einen schweren Autounfall, nun ist die Schauspielerin ihren Verletzungen erlegen. Angehörige und Kollegen trauern um die 53-Jährige.

Die US-Schauspielerin Anne Heche ("Ally McBeal", "Sechs Tage, sieben Nächte") ist eine Woche nach einem Autounfall gestorben. Ihr Sprecherteam bestätigte den Tod der 53-Jährigen am Freitag in einer Mitteilung, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Demnach ist der Hirntod eingetreten, nach den Gesetzen in Kalifornien gilt ein Mensch damit als tot. Sie sei aber weiter an lebenserhaltende Apparate angeschlossen und ihr Herz schlage noch, um eine Organspende durchzuführen, teilte Sprecherin Holly Baird mit.

Am Tag zuvor hatte die Familie kundgetan, dass die 53-Jährige keine Überlebenschancen mehr habe. Heche habe eine schwere Hirnverletzung erlitten und liege im Koma.

Heche hatte aus zwei Beziehungen die Söhne Homer (20) und Atlas (13). "Mein Bruder Atlas und ich habe unsere Mutter verloren", schrieb Homer am Freitag in einer Mitteilung. "Nach sechs Tagen unglaublicher Gefühlsschwankungen, bleibt nun eine tiefe, sprachlose Trauer zurück." Hoffentlich sei seine Mutter nun frei von Schmerzen und auf ihrem Weg zu "ewiger Freiheit". 

Homers Vater, Kameramann Coley Laffoon, drückte seine Trauer am Freitag in einer Videobotschaft auf Instagram aus. "Sie war mutig und furchtlos und sie liebte mit aller Wucht", sagte er über Heche. "Liebe dich für immer", schrieb der Schauspieler James Tupper (57, "Men in Trees"), Vater des gemeinsamen Sohnes Atlas, auf Instagram.

Auch Kollegen, darunter Rosie O’Donnell und Rosanna Arquette, würdigten die Verstorbene. "Dies ist ein trauriger Tag", schrieb Talkshow-Star Ellen DeGeneres . Heche war vor ihrer Ehe mit Laffoon mehrere Jahre mit der Moderatorin liiert gewesen. Nach ihrer schlagzeilenträchtigen Trennung von DeGeneres im Jahr 2000 veröffentlichte Heche eine Autobiografie mit dem Titel "Call Me Crazy", in der sie freimütig ihren Kampf gegen psychische Krankheiten schilderte.

Der Unfall hatte sich nach Angaben der Feuerwehr in Los Angeles (LAFD) am 5. August im Stadtteil Mar Vista ereignet. Heches Auto sei mit hoher Geschwindigkeit in ein Haus gerast und erst nach knapp zehn Metern zum Stehen gekommen. Das Fahrzeug und das Haus fingen Feuer. Heche wurde noch lebend in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei hatte Medien zufolge am Donnerstag erklärt, sie ermittele wegen des Fahrens unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.

Heche spielte in Dutzenden Filmen und Fernsehproduktionen mit. Bekannt wurde sie in den 1990er Jahren an der Seite von Johnny Depp in dem Thriller "Donnie Brasco", mit Tommy Lee Jones in dem Katastrophenfilm "Volcano" und als Geliebte an der Seite von Harrison Ford in der Abenteuerkomödie "Sechs Tage, sieben Nächte". In der Satire "Wag the Dog" spielte sie eine Krisenmanagerin im Weißen Haus. Mit Denzel Washington drehte sie "John Q – Verzweifelte Wut" (2002). Fernsehzuschauer kennen sie aus Serien wie "Ally McBeal" und "Nip/Tuck".

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Sat, 13 Aug 2022 01:31:54 GMT

Mögliche Gefahrensituation: Polizeieinsatz wegen Verdachts auf Kampfstoffe in Berlin

Zwischenzeitliche Aufregung im Berliner Grunewald: Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr und RKI rücken für Ermittlungen an. Anwohner müssen das betroffene Wohnhaus mitten in der Nacht verlassen.

Gemeinsam mit Bundeswehr und Robert-Koch-Institut hat die Polizei wegen des Verdachts auf Sprengstoffe am Freitagabend eine Wohnung in einem Wohnhaus im Berliner Bezirk Grunewald durchsucht. Die Durchsuchung nach Sprengmitteln habe ersten Ermittlungen zufolge nichts ergeben, teilte die Polizei mit.

Die Schnelltests zur Analyse von  Sprengstoffen , die vor Ort durchgeführt worden seien, seien negativ gewesen, teilte ein Sprecher der Polizei am frühen Samstagmorgen mit. Bis die Proben in den nächsten Tagen analysiert worden seien, bleibe die durchsuchte Wohnung in dem Haus aber gesperrt. Die übrigen Anwohner des Hauses könnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, hieß es.

Der Einsatz wurde "aufgrund von Verdachtsmomenten für die Gefährdung eines Anwohners" durchgeführt, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Es habe der Verdacht bestanden, dass Dritte Sprengmittel in der Wohnung des Betroffenen deponiert haben könnten. Man habe nach Explosiv- und biologischen Stoffen gesucht. Den Angaben zufolge war die Polizei im Rahmen von Ermittlungen auf eine mögliche Gefahrensituation aufmerksam geworden, welche jedoch nun von der Polizei ausgeschlossen werden konnte. Bewohner mussten das Haus verlassen. Entschärfer der Polizei waren gemeinsam mit Mitarbeitern des Robert-Koch-Instituts und der Kriminaltechnik in der Wohnung. Auch die Feuerwehr war an dem Einsatz beteiligt.

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Sat, 13 Aug 2022 00:43:53 GMT

Hollywood: Golden Globes: Deutsche als Präsidentin wiedergewählt

Seit über 80 Jahren verleiht ein jüngst für seine fehlende Diversität kritisierter Verband die Golden Globes. An dessen Spitze steht eine deutsche Journalistin - vor ihr liegen große Aufgaben.

Die deutsche Journalistin Helen Hoehne ist als Präsidentin des Verbands der Auslandspresse (HFPA) in Hollywood wiedergewählt worden. Dies teilte der Verband, der seit den 1940er Jahren die Golden-Globe-Trophäen verleiht, am Freitag mit. Die gebürtige Hamburgerin hatte das Amt erstmals im September 2021 angetreten und damals Reformen mit Zielen wie mehr Diversität und Transparenz versprochen.

Die kleine Organisation von in Hollywood ansässigen Auslandsjournalisten stand damals vor allem wegen fragwürdiger Praktiken, Vorwürfen von Bestechlichkeit und mangelnder Vielfalt unter großem Reformdruck. So gehörte dem Gremium aus knapp 100 Journalisten damals kein einziges schwarzes Mitglied an. Viele Stars übten heftige Kritik, Firmen setzten die Zusammenarbeit aus. Der Sender NBC sagte die traditionelle TV-Übertragung der Golden Globe Awards für Januar 2022 ab.

Ende Juli hatten die Mitglieder für ein neues Unternehmensmodell gestimmt. Demnach wird nun die Investmentfirma Eldridge Industries die Golden Globe Awards als private profitorientierte Organisation führen, während der HFPA -Verband seine philanthropische Arbeit mit Spenden für wohltätige Zwecke als sogenannte Non-Profit-Organisation fortführt. Im Rahmen der Umstrukturierung soll auch der Pool von Golden-Globe-Juroren weiter vergrößert und vielfältiger werden. Über das Format der Golden Globe Awards im kommenden Jahr ist noch nichts bekannt.

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Sat, 13 Aug 2022 00:34:22 GMT

Waffengewalt: Amokläufer tötet zehn Menschen in Montenegro

Schock und Trauer im kleinen Adria-Land: Ein Mann erschießt erst zwei Kinder und deren Mutter, die er offenbar gut kannte - dann sieben Passanten. Warum es zu diesem Blutbad kam, war zunächst unklar.

Ein Amokläufer hat in der montenegrischen Kleinstadt Cetinje am Freitag zehn Menschen erschossen und ist danach von einem Passanten getötet worden. Wie die diensthabende Staatsanwältin Andrijana Nastic nach Angaben des Portals "vijesti.me" mitteilte, waren unter den Todesopfern zwei Kinder. Die Motive des 34-jährigen Angreifers seien unklar.

Sechs weitere Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht. Drei von ihnen schwebten in Lebensgefahr, sagte die Direktorin des Klinikzentrums von Montenegro (KCCG), Ljiljana Radulović. Einer der Verletzten sei kurz danach nach Hause entlassen worden.

Der Täter habe zunächst mit einem Jagdgewehr zwei Kinder im Alter von acht und zehn Jahren erschossen, sagte der örtliche Polizeichef Zoran Brdjanin. Danach habe er auf die Mutter der Kinder geschossen, die später im Krankenhaus starb. Die Familie habe als Mieter in einer Wohnung des Täters gewohnt. Anschließend habe der Täter mit derselben Waffe offenbar wahllos auf der Straße auf Passanten geschossen und sieben getötet. Durch die Schüsse sei auch ein Polizist verletzt worden.

"Wir sind alle schockiert", sagte Ministerpräsident Dritan Abazovic nach Angaben des montenegrinischen Staatsfernsehens. Der Amoklauf sei eine "beispiellose Tragödie". Die mittelalterliche Stadt Cetinje liegt 27 Kilometer westlich der Hauptstadt Podgorica, gilt als das kulturelle und historische Zentrum Montenegros und war vom Ende des 15. Jahrhunderts bis 1918 Hauptstadt des Landes.

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Sat, 13 Aug 2022 00:22:01 GMT

Agent: Salman Rushdie wird künstlich beatmet und könnte Auge verlieren

Der bei einem Angriff schwer verletzte Autor Salman Rushdie wird nach Angaben seines Agenten künstlich beatmet und könnte ein Auge verlieren. "Die Nachrichten sind nicht gut", erklärte Agent Andrew Wylie am Freitag nach Angaben der "New York Times". "Salman wird vermutlich ein Auge verlieren; die Nerven seines Arms wurden durchtrennt; und seine Leber wurde durch einen Stich getroffen und beschädigt." Demnach wurde der britisch-indische Schriftsteller an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

Ein 24-Jähriger hatte Rushdie am Freitag bei einer Literaturveranstaltung im Bundesstaat New York attackiert und schwer verletzt. Der 75-jährige Autor der "Satanischen Verse", zu dessen Tötung 1989 Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Khomeini wegen angeblicher Beleidigung des Propheten Mohammed aufgerufen hatte, wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen und notoperiert.

Der Angreifer wurde von Zuschauern überwältigt und von einem anwesenden Polizisten festgenommen. Das Motiv des 24-Jährigen aus Fairfield im nahe New York gelegenen Bundesstaat New Jersey war zunächst unklar.

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Fri, 12 Aug 2022 22:47:23 GMT

US-Schauspielerin Anne Heche nach Autounfall für tot erklärt

Die US-Schauspielerin Anne Heche ist eine Woche nach ihrem schweren Autounfall hirntot und deswegen für tot erklärt worden. Heche sei "gemäß kalifornischem Recht tot", sagte ihre Sprecherin Holly Baird am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Die 53-Jährige bleibe aber an lebenserhaltenden Apparaten angeschlossen, um eine potenzielle Organspende zu ermöglichen.

"Wir haben heute ein helles Licht, eine liebe und höchst fröhliche Seele, eine liebende Mutter und eine treue Freundin verloren", erklärte Heches Familie. "Wir werden Anne sehr vermissen, aber sie lebt weiter durch ihre wunderbaren Söhne, ihr ikonisches Werk und ihr leidenschaftliches Engagement."

Die aus Filmen wie "Sechs Tage, sieben Nächte", "Donnie Brasco" und "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" bekannte Darstellerin war am 5. August mit ihrem Auto in ein Wohnhaus in Los Angeles gekracht und lebensgefährlich verletzt worden. Bei dem Unfall brach ein schwerer Brand aus, der erst nach über einer Stunde und unter Einsatz von 59 Feuerwehrleuten gelöscht werden konnte.

Am Donnerstag berichteten mehrere US-Medien dann unter Berufung auf einen Sprecher der Schauspielerin, Heche habe keine Überlebenschancen mehr. Sie liege nach dem Unfall mit einer "schweren anoxischen Hirnverletzung" im Koma.

Die Polizei erklärte am Donnerstag, dass im Zuge der Ermittlungen auch Heches Blut untersucht werde. Medienberichten zufolge wurden im Blut der Schauspielerin Betäubungsmittel nachgewiesen. Allerdings seien weitere Untersuchungen nötig, um sicherzugehen, dass diese nicht im Zuge ihrer Behandlung im Krankenhaus verabreicht wurden. Die Promi-Website "TMZ" berichtete unter Berufung auf anonyme Polizeiquellen, in Heches Blut seien Kokain und Fentanyl gefunden worden.

Heche war für zahlreiche Rollen in Filmen und Serien bekannt. Für ihre Rolle in der Serie "Another World" bekam sie 1991 einen Emmy. Für Schlagzeilen sorgte auch ihre frühere Beziehung zu Starmoderatorin Ellen DeGeneres.

"Mein Bruder Atlas und ich haben unsere Mama verloren", erklärte Heches Sohn Homer Laffoon am Freitag in einer separaten Stellungnahme. "Hoffentlich ist meine Mutter frei von Schmerz und beginnt zu erkunden, was ich mir als ihre ewige Freiheit vorstellen will."

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Fri, 12 Aug 2022 22:38:10 GMT

Pandemie: Sieben-Tage-Inzidenz nun bei 345,9

Laut RKI-Zahlen haben sich erneut weniger Menschen als in der Vorwoche mit dem Coronavirus infiziert. Doch die Datenlage ist undurchsichtig, Vergleiche sind nur eingeschränkt möglich.

Das Robert Koch-Institut ( RKI ) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 345,9 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 354,5 gelegen (Vorwoche: 432,2; Vormonat: 702,4).

Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Datenlage nur schwer zu durchblicken

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 49.839 Corona -Neuinfektionen (Vorwoche: 59.506) und 167 Todesfälle (Vorwoche: 165) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich.

Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 31.489.484 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

RKI-Dashboard

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Fri, 12 Aug 2022 21:57:38 GMT

US-Kongress verabschiedet Bidens Klima- und Sozialpaket

Der US-Kongress hat ein milliardenschweres Klimaschutz- und Sozialpaket verabschiedet und Präsident Joe Biden damit einen wichtigen politischen Sieg beschert. Nach dem Senat stimmte am Freitag auch das Repräsentantenhaus in Washington für das Gesetz, das unter anderem rund 370 Milliarden Dollar für Energiesicherheit und Klimaschutz vorsieht. Die Vorlage passierte die Kongresskammer mit einer Mehrheit von 220 zu 207 Stimmen.

Der Senat hatte am Sonntag mit hauchdünner Mehrheit für das Paket gestimmt, das neben den Milliarden für den Klimaschutz auch 64 Milliarden Dollar für das Gesundheitswesen vorsieht. Nun muss Biden das Gesetz noch unterzeichnen und damit in Kraft setzen.

Der Präsident hatte ursprünglich ein deutlich größeres Klima- und Sozialpaket angestrebt, seine Pläne aber angesichts von parteiinternem Widerstand deutlich zusammenstreichen müssen. Das nun beschlossene Gesetz stellt gleichwohl die größte Investition in den Kampf gegen die Erderwärmung in der US-Geschichte dar. Wenige Monate vor den Kongress-Zwischenwahlen im November ist die Verabschiedung des Gesetzes auch in seiner abgespeckten Version ein großer Erfolg für den Präsidenten und seine Demokratische Partei.

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Fri, 12 Aug 2022 21:10:00 GMT

Bundesliga: Sieg nach Rückstand: BVB-Joker schießen Freiburg ab

Der SC Freiburg überzeugte mit Laufbereitschaft und Aggressivität – und ging gegen den BVB in Führung. Doch drei Jokertore bringen die Dortmunder vorerst an die Tabellenspitze.

Drei späte Jokertore haben Borussia Dortmund vor einem fast schon traditionell frühen Rückschlag in der Fußball-Bundesliga bewahrt und den Vizemeister an die Tabellenspitze gebracht. Die eingewechselten Jamie Bynoe-Gittens (77.), Youssoufa Moukoko (84.) und Marius Wolf (88.) drehten das Bundesliga-Auswärtsspiel am Freitagabend beim SC Freiburg nach einem 0:1-Rückstand noch in einen 3:1 (0:1)-Sieg für den  BVB .

Was macht eigentlich Urs Meier? 18.40 Trainer Edin Terzic feierte damit den neunten Sieg in Serie - das ist bisher noch keinem BVB-Coach gelungen. Zudem setzten sich die Gäste mit der Optimalausbeute von sechs Punkten aus den ersten beiden Liga-Spielen vorübergehend an die Tabellenspitze.

SC Freiburg anfangs besser

"Freiburg hat uns alles abverlangt, und man muss ehrlich sagen: Bis zum 1:1 waren sie einfach besser", sagte BVB-Innenverteidiger Nico Schlotterbeck nach seiner Rückkehr an alter Wirkungsstätte bei DAZN. "Das ist extrem bitter, wir haben in der ersten Halbzeit wahnsinnig viel investiert", sagte Freiburgs Nationalspieler Matthias Ginter. FS Transfers der Bundesliga Timo Werner 18.44

Der 18-jährige Bynoe-Gittens profitierte bei seinem Ausgleichstor von einem schweren Patzer von SC-Torhüter Mark Flekken. Zuvor hatte Michael Gregoritsch (35.) die lange Zeit starken Freiburger vor 34 700 Zuschauern in Führung geschossen. Bei den Gästen stand der erst Anfang der Woche verpflichtete Anthony Modeste direkt in der Startelf.

BVB setzt gleich auf Modeste

Neben Modeste vertraute BVB-Trainer Edin Terzic auch Thorgan Hazard einen Platz in der Startelf an, der Belgier lief offensiv für den verletzten Nationalspieler Karim Adeyemi auf. Freiburgs Trainer Christian Streich schickte die gleiche Anfangself aufs Feld, die am vergangenen Wochenende beim FC Augsburg 4:0 gewonnen hatte.

Intrigenstadl beim HSV: Investor Kühne mit mit 120-Millionen-Euro-Angebot die Macht übernehmen 18.00 Terzic erhoffte sich von Modeste schon gegen den SC "richtige Impulse". Der Neuzugang vom 1. FC Köln, der den wegen eines Hodentumors noch monatelang fehlenden Stürmer Sébastien Haller ersetzen soll, vergab jedoch in der 22. Minute seine erste Chance im BVB-Trikot. Vorausgegangen war ein schöner Doppelpass mit Marco Reus.

Freiburg mit Laufbereitschaft und Aggressivität

Die Bindung zu seinen neuen Teamkollegen war also vorhanden - trotzdem geriet Freiburg zunächst nicht stark in Bedrängnis. Die Breisgauer begannen selbst sehr engagiert und störten die Angriffsbemühungen der Gäste mit großer Laufbereitschaft und Aggressivität. Außerdem suchten sie selbst den Weg nach vorne, was zu frühen Chancen führte.

Bei einem direkten Freistoß des sehr agilen Vincenzo Grifo war Gregor Kobel noch auf dem Posten (34.), beim Gegentor eine Minute später war der BVB-Torhüter aber machtlos. Gregoritsch, der erneut den Vorzug vor Nils Petersen erhalten hatte, köpfte den Ball nach Vorarbeit von Matthias Ginter gekonnt gegen die Laufrichtung. Rio-Weltmeister Mats Hummels kam gegen den Torschützen zu spät.

BVB-Defensive unter Druck

Nach dem 0:1 geriet die Dortmunder Defensive um Hummels und Nico Schlotterbeck , der vor der Saison aus Freiburg zum BVB gewechselt war, noch stärker unter Druck. Der etwas überforderte Thomas Meunier, der zuvor schon die Gelbe Karte wegen eines taktischen Fouls gesehen hatte, erzielte beinahe ein Eigentor zum 0:2 (43.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Dortmund mit jeder Spielminute den Druck und kam auch zu guten Chancen. Die Freiburger verstärkten ihre Defensive und wagten sich etwas seltener nach vorne. Sallai hatte dennoch die gute Möglichkeit zum 2:0 (65.). Doch danach drehte der BVB auf - und wie!

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Fri, 12 Aug 2022 21:07:46 GMT

FBI beschlagnahmte in Trumps Wohnsitz streng geheime Dokumente

Die US-Bundespolizei FBI hat bei der Durchsuchung des Anwesens von Ex-Präsident Donald Trump eine erhebliche Anzahl als "streng geheim" eingestufter Dokumente beschlagnahmt. Im am Freitag von einem Richter veröffentlichten Durchsuchungsbefehl wurde die Razzia in Trumps Wohnsitz Mar-a-Lago in Florida unter anderem mit dem Verdacht des Besitzes sensibler Verteidigungsdokumente begründet. Demnach sei es um eine mögliche Verletzung des Anti-Spionage-Gesetzes der USA gegangen.

Neben dem Durchsuchungsbefehl wurde auch eine Liste der beschlagnahmten Dokumente veröffentlicht. Demnach hätte ein Teil der in Mar-a-Lago beschlagnahmten Dokumente "nur in speziellen Regierungseinrichtungen zugänglich sein sollen". Unter anderem hätten diese Dokumente Informationen über den Präsidenten Frankreichs enthalten. 

Trump hatte zuvor gesagt, dass er sich nicht gegen die Veröffentlichung des Durchsuchungsbefehls wehren würde. Er wiederholte aber gleichzeitig den Vorwurf, er sei Opfer einer "nie dagewesenen politischen Bewaffnung der Strafverfolgungsbehörden" durch "linksradikale Demokraten".

Das US-Justizministerium , das auch die oberste Strafverfolgungsbehörde des Landes ist, hatte am Freitag bei einem Bundesrichter beantragt, den Durchsuchungsbefehl freizugeben.

Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge befanden sich in den 20 Kisten mit in Trumps Villa beschlagnahmten Dokumenten unter anderem Ordner mit Fotos, eine handschriftliche Notiz und das Schreiben zur Begnadigung, die Trump seinem engen Vertrauten Roger Stone erteilte. Nach Recherchen der "Washington Post" wurden auch Dokumente zu Nuklearwaffen beschlagnahmt - was Trump selbst später mit der Aussage die "Sache mit den Atomwaffen ist frei erfunden" offenbar zurückwies. Der Ex-Präsident suggerierte sogar, das FBI könnte belastendes Material in seinem Anwesen "platziert" haben.

In rechten Kreisen hat die Razzia für Wut und Empörung gesorgt. Mehrere hochrangige Politiker der Republikanischen Partei bis hin zum früheren Vize-Präsidenten Mike Pence hatten dem Justizministerium einen möglichen politischen Hintergrund der Razzia vorgeworfen. 

Zudem war es in Online-Foren zu Gewaltandrohungen gegen das FBI gekommen, die der Direktor der Behörde, Christopher Wray, am Mittwoch als "verwerflich und gefährlich" bezeichnete.

Aufsehen erregte vor diesem Hintergrund am Donnerstag ein Vorfall in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio. Dort hatte ein Mann nach Angaben des FBI versucht, in das Büro der Bundespolizei einzudringen. Nachdem einer Verfolgungsjagd mit dem Auto habe der Mann dann seine Waffe auf die Polizisten gerichtet, welche ihn daraufhin anschossen und tödlich verletzten. 

Der Angreifer hatte Berichten zufolge vor der Tat in Donald Trumps Internetdienst "Truth Social" die US-Bürger dazu aufgerufen, zu den Waffen zu greifen. Auf dem von den Behörden identifizierten Internet-Konto des 42-jährigen Ricky Shiffer war zu lesen: "Dies ist euer Ruf zu den Waffen", wie mehrere US-Medien am Freitag unter Berufung auf Screenshots berichteten. 

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Fri, 12 Aug 2022 21:03:03 GMT

Löscheinsatz: Zwei Feuerwehrleute bei Löscheinsatz in Goch schwer verletzt

Bei einem Löscheinsatz im niederrheinischen Goch sind am Freitag zwei Feuerwehrleute schwer verletzt worden. Unmittelbar nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte an einem Gewerbebetrieb, in dem das Feuer ausbrach, habe sich eine Rauchgasdurchzündung ereignet, teilte die Feuerwehr mit. Zwei Einsatzkräfte hätten dabei Verbrennungen erlitten. Lebensgefahr bestehe nicht. Beide Schwerverletzte seien mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken geflogen worden. Einer der beiden werde voraussichtlich am Samstag wieder entlassen werden können.

Bei einem Löscheinsatz im niederrheinischen Goch sind am Freitag zwei Feuerwehrleute schwer verletzt worden. Unmittelbar nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte an einem Gewerbebetrieb, in dem das Feuer ausbrach, habe sich eine Rauchgasdurchzündung ereignet, teilte die Feuerwehr mit. Zwei Einsatzkräfte hätten dabei Verbrennungen erlitten. Lebensgefahr bestehe nicht. Beide Schwerverletzte seien mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken geflogen worden. Einer der beiden werde voraussichtlich am Samstag wieder entlassen werden können.

Die Feuerwehr warnte, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass Löschwasser in die Kanalisation und damit in den Fluss Niers gelangt sei. Sie empfahl, zunächst kein Wasser aus der Niers zu entnehmen, nicht darin zu baden und keine Tiere daraus trinken zu lassen. "Ob tatsächlich eine Gefährdung besteht, wird durch Messungen verifiziert", teilte sie weiter mit.

Wegen des starken Rauchs wurde die Bevölkerung zeitweise aufgefordert, im betroffenen Bereich Fenster und Türen zu schließen und in den Gebäuden zu bleiben. Eine Bahnstrecke des RE 10 sowie die Bundesstraße 67, die sich in der Nähe des frei stehenden Gebäudes befinden, wurden gesperrt. Die Rauchwarnung und die Sperrung der Bahnstrecke konnten die Einsatzkräfte im Laufe des Abends wieder aufheben. Die Löscharbeiten wurden am späteren Abend abgeschlossen - nach noch laufenden Aufräumarbeiten sollte dann auch die Bundesstraße wieder freigegeben werden.

Mitteilung

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